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Drum prüfe wer sich (ewig) bindet - Einkommensteuerbescheide sorgfältig prüfen

Viele Steuerzahler haben in den letzten Wochen ihren Einkommensteuerbescheid erhalten. Häufig wird der Bescheid aber nur bis zur Zeile Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung gelesen und dann abgelegt. Es ist jedoch ratsam, das Schreiben des Finanzamtes aufmerksam durchzugehen. Eventuell ist dem Finanzamt ein Fehler unterlaufen oder der Steuerzahler hat selbst vergessen, etwas steuermindernd anzusetzen. In diesem Fall hilft ein rechtzeitiger Einspruch, um kein Geld zu verschenken.

Rund sechs Stunden Zeit investieren Arbeitnehmer für das Anfertigen ihrer Einkommensteuererklärung. Oft lohnt sich diese Mühe, denn Arbeitnehmer erhalten im Durchschnitt eine Einkommensteuererstattung von rund 860 Euro pro Jahr.

 Für das Nachbereiten und Archivieren des Steuerbescheides wenden die meisten Steuerzahler hingegen gerade einmal 10 Minuten auf. Dabei kann es sich lohnen, den Steuerbescheid sorgfältig durchzusehen, denn im Regelfall kann ein Fehler oder ein Versehen nur korrigiert werden, wenn rechtzeitig Einspruch gegen den Bescheid eingelegt wird. Im Rahmen des Einspruches können z. B. fehlende Belege für Aufwendungen nachgereicht oder bei der Steuererklärung vergessene Angaben nachgeholt werden. Zudem können eventuelle Fehler der Finanzverwaltung moniert werden. 

Der Steuerzahler hat einen Monat ab Bekanntgabe des Bescheides Zeit, um Einspruch einzulegen. Danach ist eine Änderung oder Korrektur des Bescheides nur noch in wenigen Fällen möglich. Darum sollte der Steuerbescheid sorgfältig geprüft werden, bevor man an die Steuerfestsetzung gebunden ist.

Pressemitteilung Bund der Steuerzahler vom 04.10.2013