Direkt zum Hauptbereich

Diskussion um die Filmabgabe BdSt fordert: Filmförderung umstrukturieren!

Im Streit um die Zukunft der Filmabgabe tritt der Bund der Steuerzahler der Kritik der Bundesregierung entgegen: Die Bundesregierung befürchtet, das Bundesverfassungsgericht könne durch eine entsprechende Entscheidung das Aus der deutschen Filmförderung einleiten. Das hält der Bund der Steuerzahler für überzogen, schließlich ist die Abgabe eine brancheninterne Finanzierung, gezahlt von der Kino- und Videowirtschaft sowie Fernsehveranstaltern, die u.a. Drehbuchautoren, Produzenten und Verleihern zugutekommt.

Ein gänzliches Aus der deutschen Filmbranche wäre mit einer Modifizierung der Filmabgabe keineswegs verbunden.

Denn die Bundesregierung unterschlägt die über die Filmabgabe hinausgehende umfangreiche Förderung in Deutschland produzierter Filme mit Steuergeld. Auf Bundes- und Landesebene bestehen etliche Filmförderfonds. Allein der Bund pumpt jährlich bis zu 70 Mio. Euro Steuergelder in die Filmproduktion. Dazu gehören auch Kinoblockbuster, wie beispielsweise Inglourious Basterds. Der Bund der Steuerzahler hält solche Subventionen für völlig unnötig, zumal die Steuerzahler von den späteren Gewinnen nichts sehen. Der Verband fordert die Bundesregierung daher auf, im Dialog mit der Branche neue Wege zur Finanzierung der Filmförderung zu suchen und auf weitere Subventionen zu verzichten.

Pressemitteilung BdSt vom 08.10.2013